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 Verein zur Förderung des Kunsthistorischen Instituts in Florenz (Max-Planck-Institut) e.V.
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  Das Kunsthistorische Institut in Florenz - Max-Planck-Institut
 
 
 
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Vereinsgeschichte
Nur ein Jahr nach der Institutsgründung wurde 1898 der "Verein zur Förderung des Kunsthistorischen Instituts in Florenz" ins Leben gerufen, um die finanzielle Absicherung des noch jungen Instituts zu garantieren. Bereits ein Jahr später zählte man 58 zahlungskräftige Mitglieder, zum überwiegenden Teil Kunsthistoriker. Mit diesem Startkapital wurden die ersten Jahre der Institutstätigkeit bestritten.

Erster Vorsitzender des Vereins war der Kunsthistoriker und Archäologe Franz Xaver Krauss, der in dem Aufruf zur Gründung schreibt:

"Das kunsthistorische Institut in Florenz soll die Aufgabe haben, allen Kunstforschern und Kunstfreunden, die sich eingehend mit der geschichtlichen Entwicklung auf historischem Boden vertraut machen wollen, möglichste Förderung ihrer Studien zu gewähren, indem es vor allen Dingen Arbeitsräume mit bequemer Benutzbarkeit der einschlägigen Fachliteratur und des erforderlichen Abbildungsmaterials zur Verfügung stellt. Es soll also eine möglichst vollständige Sammlung photographischer Aufnahmen und sonstiger zur Vergleichung brauchbarer Publicationen italienischer Gemälde, Bildwerke, Bauten, besonders auch Facsimile-Reproductionen von Zeichnungen und Bildhandschriften enthalten, sowie eine umfassende Bibliothek von internationaler Fachliteratur…In seinen Arbeitsräumen will es … eine Stätte geistiger Sammlung sein…dem neuen Ankömmling oder dem kunstsinnigen Gast."

Krauss verfasste auch den Antrag auf staatliche Bezuschussung des Instituts, der 1902/03 erstmals bewilligt wurde und eine finanzielle Absicherung der nächsten 5 Jahre bedeutete. 1903 wurde der Verein, der sich nun "Verein zur Erhaltung des Kunsthistorischen Instituts in Florenz" nannte, in Berlin im Vereinsregister eingetragen.
Prominente Vereinsvorsitzende in Folge waren neben anderen Wilhelm von Bode und Wilhelm Waetzold (Generaldirektoren der Berliner Museen), Theodor Lewald (Staatsminister a.D.), Eberhard Hanfstaengl (Generaldirektor der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen), Heinrich Heydenreich (Direktor des Zentralinstituts für Kunstgeschichte in München), Erich Steingräber (Generaldirektor der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen), Wolfgang Braunfels (Professor für Kunstgeschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München), Max Seidel (Direktor des Kunsthistorischen Instituts in Florenz, Em.) und Jens Peter Haeusgen (Rechtsanwalt). Zu den bekannteren Mitgliedern zählen beispielsweise August Schmarsow, Adolph Bayersdorfer, Robert Davidsohn, Aby Warburg, Herrmann Grimm, Franz von Reber und Hugo von Tschudi.

Mehr als 70 Jahre sorgte der Verein in der Vergangenheit für den Erhalt des Instituts. 1970 beschlossen die Mitglieder, die Verantwortung für den Fortbestand des inzwischen sehr gewachsenen Instituts dem Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie zu übertragen. Der Trägerverein wurde dazu in den "Verein zur Förderung des Kunsthistorischen Institutes in Florenz e.V." umgewandelt. Er blieb allerdings bis zur Übertragung an die Max-Planck-Gesellschaft im Jahre 2002 Eigentümer der Gebäude: des von der Fritz Thyssen-Stiftung 1961 gestifteten Palazzo Capponi Incontri, der 1972 von der Stiftung Volkswagenwerk gestifteten Casa Rosselli und der 1987 von der Deutschen Bank AG gestifteten Casa Zuccari.

Der Verein hat die Geschicke des Instituts stets fördernd begleitet und seine Entwicklung zu einem der bedeutendsten Zentren zur Erforschung italienischer Kunst mit großem Stolz verfolgt. Vornehmster Zweck des Vereins ist heute die ideelle und materielle Förderung der wissenschaftlichen Aufgaben des Instituts. Es ist ihm ein großes Anliegen, der breiten Öffentlichkeit die Arbeit des Instituts näher zu bringen. Der Verein unterstützt StudentInnen und junge WissenschaftlerInnen durch Stipendien und ermöglicht ihnen damit, an dieser internationalen Begegnungsstätte im historischen Zentrum von Florenz, die täglich von Wissenschaftlern vieler Nationen aufgesucht wird, den wissenschaftlichen Austausch ohne Grenzen zu pflegen. Er leistet Beiträge für die zahlreichen, hochwertigen Publikationen des Instituts. Auch fördert er die vorrangigen Sammelschwerpunkte von Bibliothek und Photothek des Instituts wie die Kunst der Renaissance, die Kunst der Stadt Siena sowie italienische Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts. Nach Abstimmung mit der Leitung des Instituts stiftet der Verein seit 2004 den Jacob-Burckhardt-Preis an Nachwuchswissenschaftler.
 
Aby Warburg
 
Wilhelm von Bode
 
Copyright (c) 2005 Verein zur Förderung des Kunsthistorischen Institutes Florenz e.V.