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 Verein zur Förderung des Kunsthistorischen Instituts in Florenz (Max-Planck-Institut) e.V.
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  Das Kunsthistorische Institut in Florenz - Max-Planck-Institut
 
 
 
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Die Kirchen von Siena

In der Nachfolge des von Walter und Elisabeth Paatz zwischen 1940 und 1954 vorgelegten fünfbändigen Handbuchs "Die Kirchen von Florenz" wurde das Corpus "Die Kirchen von Siena" 1977 unter der Leitung von Peter Anselm Riedl, mittlerweile emeritierter Professor für Kunstgeschichte an der Universität Heidelberg, und Max Seidel, inzwischen emeritierter Direktor des Kunsthistorischen Instituts in Florenz, in Angriff genommen.

Das Corpus soll in alphabetischer Reihenfolge alle (etwa 140) Kirchen behandeln, die innerhalb des jüngsten spätmittelalterlichen sienesischen Mauerrings liegen oder sich jemals dort befunden haben. Die Darstellung der einzelnen Kirchen gründet auf einer umfassenden Auswertung der jeweiligen Schriftquellen, wobei in erster Linie noch ungedrucktes archivalisches Material herangezogen wird. Bei den Befunderhebungen kommen auch naturwissenschaftliche Untersuchungsmetho-den, etwa die Fotogrammetrie für die Planerstellungen, zum Zuge; neu angefertigte Fotografien erschließen den Bestand.

Bearbeiter der einzelnen Bände sind neben den beiden Herausgebern zwei festangestellte Projektmitarbeiter - zur Zeit Monika Butzek und Wolfgang Loseries. Hinzu kommen zahlreiche deutsche, italienische und internationale Wissenschaftler, die für bestimmte Themen und Aufgaben herangezogen werden. Forum für internationale Zusammenarbeit zu sein, war von Anbeginn an eines der Anliegen des Siena-Projekts.

Unterstützung erhält es von den Behörden und Institutionen in Siena, so vor allem von der Denkmalpflege, den Archiven und Bibliotheken der Stadt sowie dem erzbischöflichen Ordinariat und der Universität. Aufgrund dieser Zusammenarbeit konnten bisher schon einige durchaus spektakuläre Ergebnisse erzielt werden. Hier ist vor allem an die Aufdeckung von Fresken der Maler Francesco di Giorgio, Luca Signorelli und Bartolomeo Neroni, genannt Il Riccio, zu denken, die im Zuge der Bearbeitung der Augustiner-Eremitenkirche S. Agostino unter der barocken Haut zum Vorschein kamen. In derselben Kirche konnte außerdem die unter späteren Verbauungen verborgene gotische Eingangswand zum Kapitelsaal freigelegt werden.

1985 erschien der erste Band (in drei Teilbänden: Text, Bild, Pläne): „Abbadia all'Arco – S. Biagio“; 1992 konnte der zweite Band (in vier Teilbänden: 2 Text, Bild, Pläne) vorgelegt werden: „Oratorio della Carità – S. Domenico“; 1999-2006 schließlich der dritte Band (in vier Teilbänden, 2 Text, Bild, Pläne): „Der Dom S. Maria Assunta. Architektur“. Zu den Vorarbeiten für den letztgenannten Domband sind drei als "Beihefte" betitelte Spezialuntersuchungen zu zählen, die 1995, 1996 und 2005 in gedruckter Form vorgelegt wurden. Im Gegensatz zu den Hauptbänden sind sie in italienischer Sprache verfasst. Das erste Beiheft "L'Archivio dell'Opera della Metropolitana di Siena. Inventario" wurde von Stefano Moscadelli bearbeitet, das zweite Beiheft "Il Duomo di Siena al tempo di Alessandro VII. Carteggio e disegni (1658-1667)" von Monika Butzek, das dritte mit dem Titel "Costruire una cattedrale. L'Opera di Santa Maria di Siena tra XII e XIV secolo" von Andrea Giorgi und Stefano Moscadelli.

Augenblicklich bearbeitet das Siena-Team die Ausstattung des Doms S. Maria Assunta. Wiederum ist in diesem Zusammenhang ein Beiheft geplant. Es soll das reiche Material der Inventare der Domsakristei zugänglich machen.

 
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