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 Verein zur Förderung des Kunsthistorischen Instituts in Florenz (Max-Planck-Institut) e.V.
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  Das Kunsthistorische Institut in Florenz - Max-Planck-Institut
 
 
 
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Jacob Burckhardt-Preis 2009
Ort: Biblioteca degli Uffizi, Salone Magliabechiano Firenze - Loggiato degli Uffizi Firenze
Datum: Dienstag, 18. Mai 2010
Uhrzeit: 18 Uhr


Das Kunsthistorische Institut in Florenz – Max-Planck-Institut (KHI) und sein Förderverein verleihen den Jacob Burckhardt-Preis 2009 an Dr. Rebecca Müller, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Kunstgeschichtlichen Institut der Johann Wolfgang von Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Mit dem Preis werden ihre Forschungen auf dem Gebiet der italienischen Kunst gewürdigt.
Der Preis wird im Rahmen einer öffentlichen Festveranstaltung in Florenz verliehen; das Programm wird noch bekannt gegeben.


Programm

Gerhard Wolf, Geschäftsführender Direktor des Kunsthistorischen Instituts in Florenz - Max-Planck-Institut
Saluto

Herbert Beck, Vorsitzender des Vorstands des Vereins zur Förderung des Kunsthistorischen Instituts in Florenz (Max-Planck-Institut) e.V.
Begrüßung

Valentino Pace, Università degli Studi di Udine
Laudatio

Rebecca Müller, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Kunstgeschichtlichen Institut der Johann Wolfgang von Goethe-Universität, Frankfurt am Main
Geschichte und Ideal in Gentile Bellinis "Prozession am Markustag"


Dr. Rebecca Müller – zur Person der Preisträgerin

Dr. Rebecca Müller studierte Kunstgeschichte, Klassische Archäologie und Mittelalterliche Geschichte in Tübingen, Rom und Bonn. 1996 schloss sie ihr Studium bei Prof. Dr. Gunter Schweikhart an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn ab; der Titel ihrer Magisterarbeit lautete: „Der Hochaltar der Johanneskirche in Crailsheim. Ein Flügelretabel aus der Wolgemutwerkstatt in Nürnberg“. 1999 wurde sie an der Philipps-Universität Marburg bei Prof. Dr. Ingo Herklotz mit Untersuchungen zur Spolienverwendung im mittelalterlichen Genua promoviert.
Von 2000 bis 2002 absolvierte Dr. Rebecca Müller ein Volontariat an den Staatlichen Museen zu Berlin – Stiftung Preußischer Kulturbesitz. In dieser Zeit kuratierte sie unter anderem eine Ausstellung der Zeichnungen von Daniel Nikolaus Chodowiecki im Kupferstichkabinett. Nach Lehraufträgen an der Humboldt-Universität zu Berlin und der Otto-Friedrich-Universität Bamberg folgte im Sommersemester 2005 die Vertretung einer Juniorprofessur an der Universität Hamburg. Seit dem Wintersemester 2005/06 arbeitet sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Kunstgeschichtlichen Institut der Johann Wolfgang von Goethe-Universität in Frankfurt am Main.
Während ihres Studiums und ihrer Promotion war sie Stipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes, außerdem assoziiertes Mitglied des Graduiertenkollegs „Die Renaissance in Italien und ihre europäische Rezeption. Kunst – Geschichte – Literatur“ der Universität Bonn. Später war sie Postdoc-Stipendiatin am Graduiertenkolleg „Kunstwissenschaft – Bauforschung- Denkmalpflege“ der Universitäten Bamberg und Berlin (TU), am Deutschen Studienzentrum in Venedig sowie am KHI. Bis September 2005 hielt sie sich als Stipendiatin der Fritz Thyssen-Stiftung in Florenz auf und organisierte hier gemeinsam mit Dr. Jeanette Kohl eine Tagung zur Gattung der Büste.
Einen Schwerpunkt von Forschung und Lehre von Dr. Rebecca Müller bilden Rezeption und Transformation der Antike im Mittelalter. Dabei stehen einerseits der Umgang mit den materiellen Überresten der Antike, d.h. die Verwendung von Spolien, und andererseits die Wiederaufnahme antiker Gattungen im Mittelpunkt. Ein zweiter Schwerpunkt liegt auf der spätmittelalterlichen Malerwerkstatt, hier vor allem auf Fragestellungen zur Produktion von Altarretabeln in Süddeutschland und Venedig. Ihr Habilitationsprojekt trägt den Arbeitstitel „Die Vivarini. Werkstattorganisation, Patronage und Bildkonzepte in Venedig 1440 bis 1480“. Außerdem bearbeitet Dr. Rebecca Müller die Viten der venezianischen Maler der Familie Bellini und des Andrea Mantegna im Rahmen der deutschen kommentierten Ausgabe der „Vite“ Vasaris, herausgegeben von Alessandro Nova (Wagenbach Verlag).


Der Jacob Burckhardt-Preis

Der Jacob Burckhardt-Preis wurde im Jahr 2004 auf Initiative der damaligen Direktoren des Kunsthistorischen Institutes in Florenz – Max-Planck-Institut (KHI), Prof. Dr. Max Seidel und Prof. Dr. Gerhard Wolf, begründet.
Der Preis wird im Abstand von zwei Jahren an Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler verliehen, die von den Direktoren des KHI gemeinsam mit dem Förderverein benannt werden. Mit dem dreimonatigen Forschungsaufenthalt am Florentiner Institut ist die Einladung verbunden, einen öffentlichen Vortrag zu halten und einen Aufsatz in den Mitteilungen des Kunsthistorischen Institutes in Florenz zu publizieren.
Namensgeber des Preises ist der Schweizer Kultur- und Kunsthistoriker Jacob Burckhardt (1818-97), dessen Werke wie „Der Cicerone. Eine Anleitung zum Genuss der Kunstwerke Italiens“ (1855), „Die Kultur der Renaissance in Italien. Ein Versuch“ (1860) und „Die Baukunst der Renaissance in Italien“ (1867) die Kunstwissenschaft nachhaltig prägten. So ist es primär Burckhardt zuzuschreiben, dass die deutschsprachige Kunstgeschichtsschreibung ab der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts in der Erforschung der Kunst der italienischen Renaissance ihre wichtigste Aufgabe sah. Aus dieser Begeisterung heraus lag es nahe, die erste deutsche kunstgeschichtliche Forschungsstätte, die 1897 in Italien gegründet wurde, in Florenz anzusiedeln.


 

 


Jacob Burckhardt (1818-97)



Archiv

Jacob-Burckhardt-Preis 2007

Das Kunsthistorische Institut in Florenz (Max-Planck-Institut) und sein Förderverein haben 2007 Herrn PD Dr. Johannes Myssok von der Universität Münster mit dem Jacob-Burckhardt-Preis für seine Forschungen zur italienischen Skulptur von der Frühen Neuzeit bis zu dem epochalen Klassizisten Antonio Canova geehrt. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wurde von Irene und Rolf Becker, München, gestiftet und wurde am 4. Dezember 2007 im Rahmen einer öffentlichen Festveranstaltung des Instituts in Florenz verliehen.
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Die Preisverleihung 2004
Am 16. November 2004 wurde zum ersten Mal der Jacob Burckhardt-Preis verliehen. Ausgezeichnet wurde der slowenische Kunsthistoriker Dr. Stanko Kokole, dem symbolisch ein Scheck über eine großzügige Summe, gespendet von dem Ehrenmitglied des Vereins zur Förderung des Kunsthistorischen Institutes in Florenz e.V., Rolf Becker, überreicht wurde.
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